Die sieben besten Insidertipps von Gründern für Gründer

Trotz Pandemie und den damit einhergehenden Maßnahmen war 2020 ein Startup-Jahr in Deutschland. Mehr 2.800 Startups beantragten einen Eintrag ins Handelsregister. Das sind rund 13 Prozent mehr als 2019. Manche von ihnen feiern furiose Erfolge, andere kommen mit kleinen Schritten voran. An dieser Stelle erhalten Existenzgründer sieben Insidertipps von Gründern, die den steinigen Weg zum Erfolg bereits zurückgelegt haben.

 

1. Fokussierung auf die Zielgruppe

Zuhören, Zuschauen und gegebenenfalls Nachfragen: Jedes Startup tut sich selbst einen Gefallen, wenn zu Beginn eine volle Fokussierung auf die Zielgruppe erfolgt. Erfolgreiche Gründer haben die Augen und die Ohren am Puls der Zeit und erkennen, wenn Verbraucher nach einer Lösung suchen, die es (noch) nicht gibt. Je mehr sich Gründer mit den Wünschen, Bedürfnissen und Hoffnungen der Zielgruppe identifizieren können, desto leichter fällt es, passende Lösungen zu entwickeln. Dabei spielt es keine Rolle, ob im Geschäftsmodell der Fokus auf digitalen Inhalten oder auf realen Produkte bzw. Dienstleistungen liegt.

 

2. Die Unternehmerpersönlichkeit

Erfolgreiche Gründer haben eine Vision und verfolgen von Anfang an einen Plan, um diese zu verwirklichen. Wer nicht für seine Idee brennt, wird auch Andere kaum vom Nutzen überzeugen können. Gründer sollten Leidenschaft, Teamfähigkeit und Leistungsbereitschaft mitbringen. Wichtig ist ein optimales Selbstmanagement, weil ansonsten ein Chaos droht. Selbstverständlich muss eine fachliche Expertise vorhanden sein.

 

3. Verantwortung teilen

Nur rund ein Fünftel aller Startups in Deutschland startet als One-Man-Show. An den restlichen 80 Prozent aller Gründungen sind mindestens zwei Personen beteiligt. Erfolgversprechender als eine Ich-AG ist ein Modell mit mehreren Beteiligten. Einerseits verfügt eine Person selten über alle Fähigkeiten, die für einen funktionierenden Geschäftsbetrieb erforderlich sind. Andererseits wird die Verantwortung von Anfang an auf mehrere Schultern verteilt. Gerade in der Startphase fallen zahlreiche Aufgaben gleichzeitig an, was ein Mehr-Personen-Startup besser händeln kann.

 

4. Finanzierung in der Startphase

Eine solide Finanzierung ist die Basis für die Entwicklung eines erfolgreichen Geschäftsmodells. Wer gut situiert ist und auf Fremdkapital verzichten kann, hat den Vorteil, unabhängiger agieren zu können. Wer auf eine Finanzspritze angewiesen ist, kann sich einen finanzstarken Partner mit ins Boot holen oder auf staatliche Fördermittel zugreifen. Agenturen stehen den Gründern im letzten Fall mit Rat und Tat zur Seite.

 

5. GmbH, GbR oder UG

Mit einer überzeugenden Idee und brandneuen Produkten in der Pipeline ein Unternehmen zu gründen schließt auch die Wahl der Rechtsform ein. Die GmbH ist die beliebteste Rechtsform hierzulande, da bei ihr die Haftungsbeschränkung inkludiert ist. Gegen die Gesellschaft mit bedingter Haftung (GmbH) spricht die hohe Summe an Eigenkapital, die die Partner einbringen müssen. Als Alternativen haben sich die Unternehmergesellschaft (haftungsbeschränkt) oder kurz UG und die Gesellschaft bürgerlichen Rechts (GbR) etabliert.

 

6. Feedback durch Verbraucher

Kein Produkt und keine Dienstleistung kann sich am Markt durchsetzen, wenn die Verbraucher die Idee dahinter ablehnen. Um zu erfahren, wie das Angebot bei der Zielgruppe ankommt, muss ein Feedback eingeholt werden. Zunächst kann der engste Freundeskreis um eine Meinung gebeten, später können Prototypen an Testimonials verschickt werden.  Mit dem Online-Auftritt und den anvisierten Werbemitteln sollte nicht zu lange herumexperimentiert werden. Erfolgreiche Gründer haben die schnelle Positionierung am Markt umgesetzt und auf diese Weise von einem umfangreichen Verbraucherfeedback profitiert.

 

7. Digitalisierung: Ressourcen gezielt einsetzen

Die Digitalisierung wirkt sich auch auf Startups aus. Gründer in Deutschland wählen mehrheitlich diesen Sektor für einen Start. Die vorhandenen Ressourcen müssen nicht zwingend in brandneue Technik investiert werden. Vielmehr sollte eine Fokussierung auf die Bedürfnisse der Zielgruppe erfolgen. Das bedeutet: Digitale Anwendungen müssen die Probleme der Verbraucher besser lösen, als die Produkte der Konkurrenz.