Das erste Auto für junge Fahrer

Mit dem ersten Auto ist das so wie mit dem ersten Kuss. Beides vergisst man nie. Ich jedenfalls erinnere mich noch gut an mein erstes eigenes Auto. Das war der „Blaue Blitz“, ein alter VW Polo, den ich für wenig Geld von einer Nachbarin gekauft hatte. Den Wagen hatte ihr Vater gefahren, ein ideales Auto: Immer gut gepflegt, das Auto war regelmäßig in der Werkstatt und hatte gerade mal 60.000 Kilometer auf dem Tacho. „Mein Vater ist alt, hat den Führerschein abgegeben“, erzählte sie mir, „ich möchte eigentlich nur, dass das Auto in gute Hände kommt“. Ich glaube, den Wunsch konnte ich ihr erfüllen. Viele Jahre lief der blaue Blitz ohne Mucken, am Ende hat der TÜV uns dann getrennt. 

Fahranfängern rate ich eindeutig zum Kauf eines Gebrauchtwagens. Dabei solltest du folgende Dinge beachten:

Überleg genau, wo du kaufst

Viele Autohändler haben ein großes Angebot an Gebrauchten. Sie wollen ja Neuwagen verkaufen und nehmen dafür gebrauchte Autos in Zahlung, die sie dann natürlich auch wieder loswerden wollen. Wer bei einem Händler kauft, hat den Vorteil, dass im Kaufvertrag eine Gewährleistung enthalten ist. Das ist bei Kaufverträgen mit Privatanbietern nicht zwingend vorgeschrieben. Ratsam ist es, beim ersten Autokauf jemanden mitzunehmen, der Erfahrung hat, der sich vielleicht sogar mit Autos auskennt. Auf alle Fälle solltest du eine Probefahrt machen, und wenn du einen guten Kontakt zu einem KFZ-Mechaniker hast, bitte ihn doch einfach, sich das Auto einmal anzuschauen. Ich selbst habe einmal erlebt, dass dabei ein verdeckter Blechschaden gefunden wurde. Der Autoverkäufer hatte den natürlich verschwiegen.

Rechne genau, wieviel du ausgeben kannst

Mit etwas Glück bekommst du einen guten Gebrauchtwagen wirklich für kleines Geld. Da solltest dich nur nicht auf ein bestimmtes Modell oder auf eine Farbe festlegen. Das engt die Wahlmöglichkeiten zu sehr ein. Ideal sind Fahrzeuge, die sechs Jahre oder etwas älter sind und rund 80.000 Kilometer gelaufen haben. 3.000 bis 5.000 Euro musst du für den Gebrauchten auf den Tisch legen. Sei jedoch vorsichtig bei absoluten Billigautos. Fahrzeuge, die zehn Jahre und älter sind und dazu eine hohe Fahrleistung von 150.000 Kilometern oder mehr haben, sind zwar billig, oft aber reparaturanfällig. Das Geld, das man beim Kauf gespart hat, ist dann schnell wieder futsch. 

Überleg genau, welches Auto für dich geeignet ist

Natürlich soll dein erstes Auto etwas her machen. Aber sind 120 KW wirklich richtig? Als Fahranfänger hast du keine Routine, wähle also lieber ein Auto mit einer geringeren Motorleistung. Wenn du später genug Fahrpraxis hast und die Fahrsicherheit besser geworden ist, kannst du immer noch auf ein Auto mit mehr KW umsteigen. Gut sind Kleinwagen für Fahranfänger. Alle Hersteller bieten so etwas an. VW beispielsweise den Polo oder den UP, Opel den Corsa, Ford den Fiesta, Skoda den Fabia, um nur einige Modelle zu nennen.   Ein Gebrauchtwagen hat einen entscheidenden Vorteil: Kommst du einmal einer Mauer zu nahe und dein Auto hat kleine Kratzer oder eine Beule, ist das kein so großes Drama wie bei einem Neuwagen. Gute Angebote für Gebrauchtwagen, aber auch für Neuwagen findest du zum Beispiel auf www.virtando.de.

Schau dich nach einer günstigen Autoversicherung um

Fahranfänger müssen oft sehr hohe Beiträge für eine KFZ-Haftpflichtversicherung zahlen. Doch es gibt Möglichkeiten, wie man das umgehen kann. Du kannst dein Auto beispielsweise als Zweitwagen bei den Eltern mitversichern, dann wird es billiger. Oft ist es auch möglich, dass man in alte Versicherungsverträge einsteigt, die nicht mehr gebraucht werden, wenn beispielsweise die Großeltern nicht mehr fahren können oder wollen. Hier lohnt ein Gespräch mit dem Versicherungsvertreter.

Wenn du diese Dinge beachtest, solltest du vor den schlimmsten Fehlern geschützt sein. Denn dein erstes Auto soll schließlich vor allem eines bringen: Viel Spaß.